Der gemeinnützige Verein Integral Bildungsforum e. V. Krefeld hat es sich zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zur Förderung der Bildung, der Erziehung und des kulturellen Zusammenlebens in der nachwachsenden Generation zu leisten. Dafür steht das mathematische Zeichen „Integral“ (symbolisch stehen die Funktionsgraphen für die gesellschaftlichen Grenzen und die Fläche darunter für das Verbindende in den Kulturen) als Logo.
Auch wenn die Lebensbedingungen der Jugendlichen in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern sehr günstig sind, benötigen trotzdem viele Jugendliche Unterstützung. Die „moderne“ Lebensweise der hoch entwickelten Industriegesellschaften bieten sehr viele Lebenserleichterungen, doch die vielen Reize und Verlockungen der Konsumgesellschaft, die Verstädterung und die Verplanung des Lebens durch „Andere“ , kosten bei den Jugendlichen ihren psychischen, zum Teil auch gesundheitlichen „Preis“. Auffälligkeiten nehmen in der letzten Zeit zu. In Untersuchungen des Zentrums für Kindheits- und Jugendforschung der Universität Bielefeld leiden 10 bis 15% an psychischen Störungen; Hyperaktivität, Aggressivität, Leistungsschwäche, Depressionen und Essstörungen. Auf der anderen Seite nimmt das Suchtverhalten zu. 30% der Jugendlichen sind ständige Raucher, bis zu 20% haben mindestens einmal illegale Drogen genommen. Bis zu 3% der Jugendlichen gelten heute als alkoholkrank.
Die Ursachen sehen wir als Verein in sozialen und psychischen Überlastungen.
Trotz eines hohen materiellen Lebensstandards, trotz eines ausgebauten Bildungswesens, reichen bei immer mehr Jugendlichen die Fähigkeiten und Fertigkeiten nicht aus, um mit der sozialen und ökologischen Umwelt zurechtzukommen. Dadurch können sie nicht Achtung erfahren, Würde und freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit erfahren. In vielen Bereichen des täglichen Lebens werden ihre elementaren Bedürfnisse nach Anerkennung, Sicherheit und Sinnerfüllung missachtet. Viele Familien können der hohen Verantwortung nicht gerecht werden. Die Beziehungen der Eltern werden instabiler, viele Ehen scheitern. Es kommen noch die Spannungen in der Schule dazu.
Hier sehen wir uns in der Schlüsselrolle. In dieser verwirrenden Situation möchten wir Jugendliche unterstützen. In dieser Identitätsdiffusion möchten wir Jugendlichen helfen, die Entwicklungsaufgaben zu unterstützen, die sie im Jugendalter bewältigen müssen.
Ausgehend von der beschriebenen Ausgangssituation verfolgt unser Verein folgende zentrale Ziele:
Wir wollen alle möglichen Hilfen anbieten, die zur Alltagsbewältigung der Jugendlichen beitragen. Die Kinder und Jugendlichen sollen lernen, ihren schwierigen und belasteten Alltag mit seinen Anforderungen und Konflikten zu bewältigen, dass sie eigene Stärken erkennen und ihren Alltag aktiv gestalten können. Das Selbstvertrauen wird dabei gestärkt.
Sie müssen sich selbst als Persönlichkeit und ihren Platz in der Gesellschaft finden. Dabei sollen gesellschaftlich akzeptierte Geschlechterrollen angeeignet werden. Dazu benötigen sie viel Hilfe und Unterstützung, da sowohl im familiären und sozialen Nahfeld, als auch im schulischen und beruflichen, Perspektiven fehlen.
Kinder und Jugendliche, vor allem aus sozialen Brennpunkten, haben oft nicht die Chance, das für das Leben erforderliche Normen- und Wertegerüst zu entwickeln. Selten kennen sie die friedliche Lösung von Konflikten nicht, deswegen ist die Stärkung von Toleranz und sozialer Kompetenzen so wichtig. Die Achtung des Anderen und ein solidarischer Umgang miteinander werden trainiert, was auch die Inklusion fördert.
Dies gilt für schulische und berufliche Inklusion ebenso wie die Inklusion in die deutsche Gesellschaft für Kinder und Jugendliche und ihre Familien mit Migrationshintergrund.
Ein ausdrückliches Ziel unserer Arbeit ist es, Respekt zu vermitteln. Der Weg zu diesem Ziel ist eine vorurteilsfreie und annehmende Haltung von Mitarbeitern und Ehrenamtlern den Jugendlichen gegenüber.
Zuerst lehnen wir an die realen Lebenswelten der Jugendlichen an, indem wir ihre eigenen Stile und Formen akzeptieren. Dann arbeiten wir jedoch auf gesellschaftlich anerkannte Normen auf der sozialen und kommunikativen Ebene hin.
In allem wollen wir Kindern und Jugendlichen einen „Schutzraum“ außerhalb der Schule und des Elternhauses geben.
Der Verein sieht sich in gemeinsamer Verantwortung mit Eltern und Schule. Wir unterstützen Eltern und Familien als wichtige Erziehungsinstanz und möchten eine enge Kooperation mit ihnen.
Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche im Alter von 7 Jahren bis 27 Jahren, wobei alle Angebote auf das Alter und auf die soziale Situation zugeschnitten sind.
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