DIE EU -DIE POLITISCHE UND KULTURELLE STRUKTUR DER EU
Das Projekt trägt den Titel “Die EU- Die Politische und Kulturelle Struktur der EU”. Das Ziel des Projektes war es, die EU vorzustellen. 15 Jugendliche aus Krefeld- Deutschland und 15 Jugendliche aus Antalya- Türkei nahmen an einem 13 -tägigen Programm in Antalya teil.
Das Programm beinhaltete Seminare über die politische, strukturelle und kulturelle Organisation der EU, Referate, Interviews, Städtetour, Besuch diverser Einrichtungen. Bei allen Programmpunkten wurde von den Jugendlichen aktive Mitarbeit vorausgesetzt. Am Ende des Projektes wurde ein Abschlussbericht verfasst.
Die Projektdauer erstreckte sich vom 01.05.2005 bis 04.10.2005. Die Begegnung fand zwischen dem 18.07.2005 bis 30.07.2005 statt.
Die Projektleitung und Organisation leisteten Dipl.Pädagogin Frau Nurcan Yildirim und Fatih Gümüs.
Projektbeschreibung
A) Kontext und Motivation
Wir arbeiteten aktiv mit diversen Einrichtungen zusammen, die sich mit Erziehungsfragen beschäftigen. Wir trafen uns regelmäßig und tauschten uns über Probleme und Verbesserungsvorschläge in der Pädagogik,von der frühen Kindheit an bis zur Erwachsenenbildung, aus. In einer dieser Sitzungen hat eine Einrichtung über dieses Aktionsprogramm berichtet. Dies hat unser Interesse geweckt. Die übrigen, notwendigen Informationen und Details haben wir uns durch das Internet verschafft. Kontakt zur Partnerorganisation haben wir ebenfalls durch das Internet aufgenommen.
B) Vorbereitung
Nach der Enstehung der Projektidee haben wir uns innerhalb unserer Einrichtung zusammengesezt und uns darüber ausgetauscht, wie das Projekt inhaltlich und praktisch aussehen soll. Um ein Rahmenkonzept zu bilden, haben wir das im Anhang vorgestellte Programm erarbeitet. Bis zur Genehmigung des Antrags wurden von den Projektteilnehmern offene, inhaltliche Fragestellungen geklärt. Dieses Programm war der Partnereinrichtung zur Einsicht versandt worden. Diese haben manche Punkte ergänzt bzw. Verbesserungen vorgenomen.
Nach Bewilligung des Antrags nahmen alle Projektteilnehmer an einem Orientierungsprogramm teil. Eine Person von unserer Einrichtung absolvierte einen Vorbereitungsbesuch in der Patrnereinrichtung, um den Projektablauf näher vorzustellen und ersten Kontakt knüpfen zu können. In der Partnereinrichtung nahmen die Teilnehmer an Kursen teil, die in die deutsche Sprache und Kultur einführten. Uns, der antragstellenden Einrichtung, wurden durch Kurse grundlegende Informationen über die Türkei vermittelt.
Bei allen Aktivitäten war der Einsatz moderner Technologien selbstverständlich. In beiden Einrichtungen wurde ein Gruppenleiter, jeweils ein Erwachsener und ein Jugendlicher, gewählt, die den Projektablauf koordinierten.
C) Einbeziehung der Jugendlichen
Von der Projektvorbereitung an, waren die Jugendlichen aktiv in die Arbeit einbezogen. In allen Fragen, die das Projekt betrafen, wurden die Jugendlichen, die am Projekt teilnahmen, nach ihrer Meinung gefragt. Ihre Äußerungen und ihre Kritik wurden berücksichtigt. Es ist aufgefallen, dass die Jugendlichen sehr motiviert waren und dass sie dieses Projekt als eine Bereicherung für sich und für ihren zukünftigen, beruflichen Werdegang ansahen. Zum anderen war aufgefallen, dass die Jugendlichen von der Partnereinrichtung sich sehr für die EU und das Leben der Jugendlichen in Deutschland interessieren. Hierbei sind wahrscheinlich die aktuellen Diskussionen über den EU- Beitritt der Türkei ausschlaggebend gewesen.
In der Umsetzung des Projekts hielten vier Jugendliche, jeweils zwei von einer Einrichtung, ein Referat von 30 Minuten über die EU, ihre Struktur, Ziele und Aufgaben. Vier Jugendliche berichteten über den Beitritt der Türkei, über seine Vor- und Nachteile. Hier wurde der Einsatz moderner Technologien erwünscht. Alle anderen Jugendlichen beiteiligten sich an diesen Vorträgen aktiv und äußerten ihre eigene Meinung.
In der Nachbereitungsphase wurde in beiden Staaten eine kleine Umfrage auf der Strasse gemacht, wo Jugendliche zur EU und den Beitritt der Türkei befragt wurden. Diese Antworten wurden bewertet und dann mit den Ergebnissen aus den Seminaren verglichen. Die Ausarbeitungen wurden von den Jugendlichen schriftlich festgehalten. Zusammen wurde ein Abschlussbericht geschrieben. Dafür sollte jeder Teilnehmer eine individuelle
Bewertung des Projekts schreiben.
D) Ziele
Zum einen sammelten die Jugendlichen neue Erfahrungen. Dadurch erweiterten sie ihren eigenen Horizont. Es wurde darauf Wert gelegt, dass die Jugendlichen ihre Stärken erkennen bzw. an ihren Schwächen arbeiteten. Ihr Allgemeinwissen und das Verständnis für andere Kulturen wurde erweitert. Sie lernten andere Lebensgewohnheiten kennen und dadurch werden so manche Klischees abgebaut werden. Während des Projekts lernten sie verschiedene Lernmethoden kennen, die für ihren beruflichen Werdegang von Bedeutung sind.
E) Auswirkungen auf lokaler Ebene
Alle gemachten Fortschritte und Ergebnisse wurden kontinuierlich zwischen den am Projekt teilnehmenden Einrichtungen ausgetauscht, um diese auch mit den eigenen Ergebnissen zu vergleichen bzw. zu erweitern. Die Ergebnisse des Projekts wollen wir zum einen auf unserer Website, die in Bearbeitung ist, veröffentlichen.
Zum anderen ist ein Netzwerk zwischen pädagogischen Einrichtungen Krefelds in Vorbereitung, an dem wir teilnehmen werden. Diese Ergebnisse können wir während dieser Treffen weitergeben.
In Seminaren, die wir aktiv seit zwei Jahren durchführen, werden wir diese Fortschritte weitergeben. Denkbar ist auch die Herausgabe einer Zeitschrift, in der Projekt und seine Ergebnisse veröffentlicht werden.
F) Interkulturelles Lernen
Wir verstehen interkulturelle Erziehung als „Vorbereitung auf ein Zusammenleben von Angehörigen verschiedener Lebenswelten in einer pluralen und damit auch multikulturellen Gesellschaft“.
Aufgrund von Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern aus ethnischen Minderheiten, die Probleme sowohl in der Schule als auch im alltäglichen Leben haben, schätzen wir die Methoden der interkulturellen Erziehung. Wir haben festgestellt, dass diese sich sowohl positiv auf den Schulerfolg, als auch auf die Bewältigung alltäglicher Probleme auswirken. Auch fördert interkulturelle Erziehung die Teilnahme von Schülern mit besonderem pädagogischem Bedarf, mit Behinderungen und aus benachteiligten Familien. Wir denken, dass die Lehr- und Lernmethoden interkultureller Erziehung unter anderem auch das Bewusstsein für verschiedene Kulturen fördern, somit auch gegen Rassismus und Fremdenhass wirken. Wir sind daran interessiert, Methoden interkultureller Erziehung in allen Bereichen der Erziehung einzusetzen.
In diesem Projekt war interkulturelles Lernen in allen Programmteilen geplant. In den Orintierungskursen setzten sich die Jugendlichen mit einer anderen Kultur und Sprache auseinander. Sicherlich fielen viele Differenzen auf wie z. B. die Religion, doch ein Ziel des Projekts war auch, Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten. Durch diese Feststellung gingen die Jugendlichen mit geringeren Hemmungen aufeinander zu. Sie verschafften sich einen Einblick in den Alltag anderer Jugenlicher, die auf Anhieb “anders” zu sein schienen, doch sie stellten schnell Gemeinsamkeiten fest.
All die Informationen und Erkentnisse, die sie während des Projekts vermittelt bekommen haben, werden einen Beitrag zum europäischen Bewußtsein leisten.
G) Auswertung
Einer der Ziele des Projekts ist es, die Jugendlichen über die “EU und die verschiedenen Kulturen innerhalb der EU” zu informieren und allen beteiligten Jugendliche die Kompetenz zu vermitteln, sich auf europäischer Ebene zu Recht zu finden. Mit aller Wahrscheinlichkeit werden zwischen den Jugendlichen Kontakte geknüpft werden, die vielleicht das ganze Leben anhalten werden.
Zum anderen ist es denkbar, dass die Patnerschule nach Deutschland kommt, um einen Staat der EU hautnah zu erleben, bzw. die erworbenen theoretischen Kenntnisse in der Praxis zu sehen.
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